Bio und saisonal.
Alles, was bei uns auf den Tisch kommt ist zu 90% biologisch, saisonal und wenn möglich regional. Wir machen das aus der Überzeugung, dass es einfach besser schmeckt und ganz nebenbei noch gesünder und weniger schadstoffbelastet ist. (Trotzdem bin ich der Meinung dass dies jeder selbst beurteilen und entscheiden soll, denn letzten Endes ist es auch eine Sache der Möglichkeiten.) Keine Kompromisse machen wir bei Milchprodukten und Käse, obgleich uns da artgerechte Haltung und kurze Lieferwege noch wichtiger sind als eine Biozertifizierung. Unser Obst und Gemüse beziehen wir am liebsten direkt von den Bauern im Umland, per Biokiste, Markt oder am allerliebsten: aus unserem Topfgarten (in Ermangelung eines echten Gemüsegartens bauen wir mehr oder minder erfolgreich Tomaten, Salat, Kartoffeln und jede Menge verrückte Kräuter in Töpfen, Eimern und Kisten vor dem Haus an). Und für das Glück, das der eigenartige Geruch von selbstgezogenen Tomatenpflanzen bei Berührung oder das zarte Keimen von Kräutersamen, geschweige denn die Ernte von selbstgesetzten Kartoffeln, auslöst, finde ich keine Worte. Aber auch das Gemüse vom Bauern 10km weiter beeindruckt mich immer wieder mit seinem Aussehen und seinem Geschmack. Ich freue mich jedes Mal mal an den erdigen Möhren, die Mittwochs in unserer Biokiste liegen. Schon beim Abwasch verströmen sie ihren zauberhaften Möhrchenduft!

Fleisch und Fisch.
Bei Fleisch und Fisch sind wir noch wählerischer. Fleisch kommt uns nur aus dem Umland oder direkt vom Jäger auf den Teller, bei Fisch haben wir hier im Norden zwar beste Lieferbedingungen, aber auch da lohnt ein Blick auf die Fangbedingungen der einzelnen Arten.
Für uns bedeutet das zwar, dass wir ganz selten Fleisch kaufen und dann wesentlich mehr Geld dafür ausgeben, aber es schmeckt dann auch einfach fantastisch gut. Ich kann nur jede/n ermutigen: Kauft direkt beim Bauern, der seine Tiere gut behandelt und ihnen gutes und echtes Futter und keine Antibiotika verabreicht, bei einer Bioschlachterei oder fragt in Eurem Bekanntenkreis nach einem Jäger.
Das gleich gilt für Milchprodukte und Eier. Es lohnt sich, herauszufinden, wo in der Nähe ein (Bio-)Bauer ist, der beispielsweise selbst Käse herstellt. Oder kauft Käse im Bioladen oder auf dem Markt bei kleinen Ständen, die direkt vom Erzeuger handeln. Ich möchte an dieser Stelle über die Haltung von Tieren in der Fleischindustrie gar nicht mehr Worte verlieren, geschweige denn über die Mengen an Medikamenten, die man bei Supermarktware gleich mitverzehrt. Es gibt für Interessierte unzählige Berichte, Bücher und Reportagen darüber, die sehr eindeutig belegen, dass dieses Quälfleisch kein gutes, sinnvolles oder nahrhaftes Produkt sein KANN.

Salz und Öl.
Salz ist meiner Meinung nach eines der am meist unterschätzten Ingredienzen in der Küche. Seitdem ich vor vielen Jahren auf feines Fleur de Sel im französischen Supermarkt gestoßen bin, gibt’s bei mir kein Kochsalz mehr, sondern bin ich der individuellen Würze von Natursalzen verfallen. Für Salzkartoffeln und Pasta verwende ich Meersalz und alle anderen Speisen werden inzwischen, meist erst am Tisch, mit Quell- oder Steinsalzen oder einer (superschnell!) selbst gemachten Mischung aus Gewürzen und grobem Himalayasalz gewürzt. Natursalze schmecken ganz unterschiedlich, unterscheiden sich in Farbe und Kristallform– es macht wirklich einen Heidenspaß, sich da mal durchzukosten! Sie sind zwar viel teurer als industriell hergestelltes Salz, aber auch ungleich gesünder und enthalten wertvolle Mineralien und Spurenelemente.
Auch bei Ölen gibt es Welten in der Qualität, kaltgepresst ist nicht gleich kaltgepresst, von den Rohstoffen ganz zu schweigen. Wir haben meist ein günstiges Olivenöl aus dem Biosupermarkt im Haus, ein hochwertiges Olivenöl, gutes Kokosöl und ein, zwei besondere Nuss-Öle, die ich nur kalt an Speisen verwende, beispielsweise an Salat oder gedünstetem Gemüse. Auch hier muß man für gute Qualität sehr viel mehr Geld berappen, aber geschmacklich lohnt es sich.

 

Organic and seasonal.
Everything that we eat is 90% biologically, seasonally and regionally grown if possible. We do this in the conviction that it just tastes better and, incidentally, is even healthier and less polluted. (However, I am of the opinion that this should be assessed by every one individually, because in the end it is also a matter of opportunity.) We do not compromise on dairy products and cheese, although we think adequate animal housing and short delivery are more important than any organic certification. Our fruit and vegetables we prefer directly from the farmers in the surrounding areas, by organic delivery, market or best of all: out of our pot garden (in the absence of a real vegetable garden we grow more or less successfully tomatoes, lettuce, potatoes and lots of crazy herbs in pots, buckets and boxes on the doorstep). And for the happiness of the peculiar smell of home-grown tomato plants to the touch or the delicate daily growing seeds of herbs, let alone the self-imposed crop of potatoes, I have no words. But the vegetables from the farmer 10km away also keep impressing me with its appearance and taste. I always look forward to wednesdays when earthy carrots come in our ‘Biokiste’ – organic box delivery. Even when rinsed under water they already spread their magic carrot fragrance!

Meat and fish.
For meat and fish we are even more picky. Meat we get from the surrounding area or directly from the hunter, with fish we have here in the north best delivery,while it still is important to take a look at the fishing conditions for each species.
For us this means that we very rarely have meat and then spend much more money for it, but it also tastes fantastic then. I can only encourage everyone: Buy directly from the farmer who treats his animals well and gives them good and real food and no antibiotics, at an organic butcher or asks in your friends for a hunter.
The same applies to dairy products and eggs. It pays to find out where is a (organic) farmer who produces, for example, also cheese. Or you can buy cheese in the health food store or at the market with small stalls that deal directly from the producer. I do not want to talk at this point about the keeping of animals in the meat industry, let alone on the quantities of drugs that are consumed by eating these animals. There are countless reports, books and articles about this topic that show very clearly that this terribly ‘produced’ meat cannot be a good, meaningful or nutritious product.

Salt and oil.
Salt is in my opinion one of the most underrated ingredients in the kitchen. Since I’ve encountered many years ago a fine fleur de sel in the French market, for me there’s no chemically produced sodium chloride, but I have been hooked to the individual nature of seasoning salts. For potatoes and pasta, I use sea salt and all other foods are usually only seasoned at the table, with brine or rock salt or a (super quick!) homemade blend of spices and coarse Himalayan salt. Natural salts taste quite different, differ in color and crystal form, and it really is a lot of fun to taste them through! Although they are much more expensive than commercially produced salt they are unequally healthier and contain valuable minerals and trace elements.
Even with oils, there are worlds in quality, cold pressed is not the same as cold pressed, not to mention all of the raw materials. We usually have a cheap olive oil from the organic supermarket in the house, a high-quality olive oil, coconut oil and one or two good, special nut oils I only use cold on food, for example, on a salad or steamed vegetables. Again, you have to shell out much more money for good quality, but the taste is worth it. Promised!

1 comment
  1. Steffen says: November 14, 20146:02 pm

    Vielen Dank für die tolle Ausführung. Bin nur zufällig auf diese Seite gestoßen, aber es spricht mir sozusagen aus der Seele Bewusstsein über das was man isst, das ist leider oftmals weit weit in den Hintergrund geraten. Aber Gesund sein, das wollen wir alle, man sollte bedenken, dass das bei der Ernährung anfängt.

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