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1a love

Da ist mir ordentlich Leben dazwischengekommen.
Reisen, Unterfangen, Gesundheit, Essen, Neuorientierung, Lesestoff, Experimente, viele viele Gespräche über Geschmack und Emotion, und am Ende noch zwei Umzüge (einer mit dem Liebsten und einer in der Pendelstadt).
Und weil mir auch so viel Tolles im echten Leben und Beruf begegnet, das fern von Rezepten mit Kochen und Essen zu tun hat, überlege ich seit einiger Zeit, wie ich mehr davon hier einfließen lassen kann.
Und habe hierfür auch eine Idee, mehr dazu ganz bald.

Nun aber erstmal ein paar schöne Dinge, weil August ist, weil es sich manchmal sogar wie Sommer anfühlt, hier im Norden Deutschlands, und weil:

Kennt Ihr schon den tanzenden Farmer? Alleine das Video ist grossartig, aber dann hat Jay Lavery auch noch eine Permakulturfarm, eine reizende Facebookseite und bei Ellen war er auch schon (am besten das Video auf seiner FB-seite ansehen, auf Youtube musste der Song aus urheberrechtlichen Gründen entfernt werden.)

Und wenn wir schon beim Tanzen sind: Der hier ist auch ganz tanzwütig.

Auch schön, aber ganz anders schön, wirklich informativ (und sehr lustig) sind Aljoscha und Gordon

Neuerdings bin ich stolze, sonnenbeschirmte Balkongärtnerin. In diesem Zuge ist mir mal wieder aufgefallen, wie unendlich toll dieses Teekraut ist. Es ist eine Agastache, und Agastachen sind sowieso toll, ziehen viele Bienen an und duften himmlisch. Aber der Anis-Ysop ist einfach was Besonderes. Und wer auf der Suche nach anderen Kräutern ist: Rühlemanns ist der Hit und die Lieferzeit beträgt zurzeit nur eine Woche.

Nach der getanen Pflanzarbeit trinke ich ab sofort nur noch Frosé. Noch nicht gehört?
Für mich gern ohne Zucker, und wenns flott gehen soll, dann nehme ich einfach zwei Eiswürfel in meinen Wein. Schmeckt auch.

Ich bin wahrscheinlich die letzte in der Reihe, aber das Pendelleben hat mich auf Podcasts gebracht:
Zu meinen Favoriten gehören zur Zeit: Radio Cherry Bomb, Gastropod und The Sporkful.

Ich glaube ich habe es schonmal erwähnt, aber wenn ihr in Brighton seid, dann geht bitte unbedingt ins Silo und bestellt euch das Sanddorn-Braune Buttermousse-Pinienöl-Cookiedust-Dessert. Oder besser gleich zwei (für euch getestet). Es ist so unglaublich lecker, ich träume davon. Silo ist aber sowieso eine Reise wert, denn es ist ein Zero Waste Restaurant und wahnsinnig inspirierend. Und wo wir schon bei England sind: In London muss ich euch diesen, diesen und diesen Ort dringend empfehlen.

Achtung, Beautykram.
Von Frischekosmetik hatte ich schon mal gelesen, alleine die Vorstellung vom Zusammen rühren der Cremes, die für mich eher was von Kochen hatte, fand ich irgendwie gut. Dann hatte ich im letzten Jahr das Glück, auf eine wunderbare Kosmetikerin zu stoßen, die den Zustand meiner Haut auf meine langjährige Verwendung von Naturkosmetik mit ätherischen Ölen und Alkohol (die u.a. auch als Konservierungsmittel eingesetzt werden) zurück führte, und die Produkte von Rosel Heim verwendet. Die Anamnese mit ihr dauerte fast zwei Stunden und drehte sich viel um Darmbakterien und Ernährung. Meine Neugier, wirklich zu verstehen, wie unsere Haut funktioniert, war geweckt. Dieses Buch* fand ich sehr informativ. Und die Produkte von Rosel Heim haben mich durch die Düfte erst abgeschreckt, aber sind in ihrer Wirkung für mich so überzeugend, dass ich seit einem Jahr nichts anderes verwende. Bis auf das Ringana Zahnöl natürlich. Ölziehen an sich finde ich schon ziemlich gut, mit dem frischen Zahnöl ist es der beste Start in den Tag. Auch beim Thema Deodorant scheiden sich die Geister. Ich habe in den letzten Jahren wirklich viele verschiedene aluminiumfreie getestet und kann guten Herzens zwei empfehlen, die unterschiedlicher in ihrer Aufmachung nicht sein könnten, und auch im Preis. Dieses ist wirklich hübsch und duftet wunderbar, etwas besser noch in der Wirkung finde ich aber das hier*. Es bleibt auch kein weißer Film auf der Haut, wenn man ganz wenig davon nimmt und wirken tut es richtig prima.

Ein Projekt, das ich auf Kickstarter unterstützt habe, weil es eine wirklich schöne Designarbeit über die Zukunft von Fleischerhandwerk ist, ist dieses Buch. Das Poster dazu, ist das nicht großartig?

Umzüge sind ja auch immer Neuanfänge (und Shoppingtiefgründe, aber dazu kommen wir gleich). Und man fragt sich natürlich, ist der neue Ort gut. Werden wir uns wohlfühlen, wie laut ist die Strasse, wo fällt das Sonnenlicht hin. Eine sehr unterhaltsame Art der Sternenbefragung zeigte mir eine Freundin mit dieser Seite. Wir haben erstmal alle Orte, die uns einfielen, eingegeben, und siehe da, die neue Wohnung ist gut fürs Ideenschmieden.

Und apropos Straße. Laut Nasa sind diese Pflanzen die besten, um Giftstoffe aus der Raumluft zu filtern. Toll, oder? Ich bin wahrscheinlich auch echt spät dran mit der Indoorpflanzenliebe, aber Urban Jungle, now I get you.

Neu in meine Küche hat auch dieses Helferlein (sogar gleich zweimal) gefunden, weil es einfach richtig viele Fruchtfliegen sind in diesem Jahr, denen auch mit bewährten Hausmitteln nicht befriedigend zu begegnen ist. Ob sie taugt, kann ich noch nicht sagen, ich werde berichten.
Überhaupt, die Küche. Sie hat mich den letzten Schlaf gekostet, weil soviele Entscheidungen (in Fachfragen) notwendig waren und ich mich relativ talentfrei im Handwerken und technischen Angelegenheiten bewege, aber hey, nun kenne ich mich mit Niederdruckarmaturen aus. Und mit Gaskochfeldern, die Sinn machen (vielen tun es m.E. nicht). Und auch mit Ikeaschubladen. Bis sie fertig ist, meine 1a Küche, und ich euch mehr davon zeigen kann, freue ich mich daran, dass zumindest die Espressomaschine steht, und auch auf den neuen Kaffee, den Lilou bald im Programm hat, und den ich neulich schon probieren durfte.

Viel talentierter im Heimwerken ist übrigens Fynn.

Viel Vergnügen und bis ganz bald.
Versprochen.

 

*diese Links sind Affeliate-Links. Wenn ihr etwas darüber kauft, bekomme ich eine Miniprovision und kaufe mir davon sehr wahrscheinlich ein Kochbuch.

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Life has happened quite a lot, lately.
Travel, ideas, health, food, reorientation, reading, experiments, lots of conversations about taste and emotion, and finally two moves (one with the sweetheart and one in the commuting town).
And because I also encounter so much goodness in real life and in my work afar from recipes but in regard to cooking and eating, I have been thinking for some time how I can let more of it flow in here. And I do have an idea about this, more on that very soon.

Well, but first a few nice things because August it is, or because it sometimes even feels a little like summer up in the German North, and, because:
Do you already know the dancing farmer? Alone the video is great, but then Jay Lavery has a permaculture farm, too, a lovely Facebook page and has been on the Ellen show (best to watch the video on his FB site, on Youtube the song had to be removed for copyright reasons.)
And here is more mad dancing.
Also beautiful, but quite differently beautiful, actually informative (and very funny) are Aljoscha and Gordon. Only in German though.

Due to the move I am a new and proud, sunsheltered balcony farmer. In this context, I once again noticed how great this tea herb is. It is an Agastache, and Agastaches are anyway great, attract many bees and smell celestial. But the Anis-Hyssop is just something special. And folks who are looking for more herbs in Germany: Rühlemanns is a hit and the delivery time is currently only one week.

After the planting work I now drink only Frosé. Not heard yet? For me, without sugar, and if I really need it fast, I simply put two ice cubes into my wine. Tasty, too.

I’m probably the last one in the line, but the commuting has brought me on to podcasts:
My favorites are: Radio Cherry Bomb, Gastropod and The Sporkful.

And, I’m sure I have mentioned it before, but if you are in Brighton, please go to silo and order the Dea Buckthorn-Brown Butter Mousse-Pine oil-cookie dust dessert. Or better two (this has been tested for you). It is so delicious, I dream about it. Silo is worth a trip anyway, because it is a Zero Waste Restaurant and incredibly inspiring. And if we are already in England: In London, I strongly recommend you this place and this place and this one, too.

Attention, beauty stuff now. Of fresh cosmetics I had read before, alone the idea of the mixing of the creams, which for me rather had a resemblance of cooking. Then last year I was lucky to meet with a wonderful beautician who brought back the condition of my skin to my long-term use of natural cosmetics with essential oils and alcohol (which are also used as a preservative), and used Rosel Heim‘s products. The anamnesis with her lasted nearly two hours and was, surprisingly, a lot about diet and gut health. My curiosity of really understanding how our skin works, was excited. This German book* I found very informative. And the products of Rosel Heim which at first have deterred me by the fragrances, are so convincing in their effect for me that I have not used anything else for a year. Except for the Ringana tooth oil, of course. Oil pulling I already find quite wonderful, but with the fresh aromatic tooth oil it is the best start in the day.

Also, let’s talk deodorants. I have tested a lot of different aluminum free ones in recent years and can recommend two from my heart, which could not be more different in their presentation, and also by price. This one is really pretty and smells wonderful, but a little better working I find this one here. There is no white film on the skin, if you take very little of it and it works really great. In the U.S. I always get this one*.

A project I have supported on kickstarter, because it is a really nice design work on the future of butchering, is this book. The poster, isn’t that great?

Movings are always new beginnings (and deep shopping grounds, but we get to that later). And of course you ask yourself, is the new place a good one. Will we feel comfortable, how loud is the traffic noise, where falls the sunlight…. A very entertaining way of seeing what the stars say was sent to me by a girlfriend. We already logged in all the places that occurred to us, and, lo and behold, the new apartment is good for ideas-forging.

And apropos streets. According to Nasa, these plants are the best to filter toxins out of the room air. Great right? I’m probably also really late with the indoor plant love, but Urban Jungle, now I get you.

New in my 1a dream kitchen is also this helper (even twice), because there are just too many fruit flies this year, which can not be satisfactorily met even with tried and tested our old-fashioned household tricks. And, the kitchen. It cost me the last sleep, because so many technical decisions were necessary and I’m relatively free of talent in home crafts and technical questions, but hey, now I know a lot about low-pressure fittings. And about gas cookers that make sense (many of them don’t). And also about Ikea drawers. Until my divine kitchen is finished and I can show you more of it, I am glad that at least the espresso machine is standing and I’m really looking forward to the new coffee Lilou is going to have in their program soon, because I have had the chance to try it.

Much more talented in DIY is Fynn, by the way.

Have fun and talk soon.
Promised.

 

 

* These marked links are affiliate links. If you buy something via them, I get a mini provision and will very likely buy cookbooks.

 

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Eigentlich wollte ich schön rechtzeitig vor Heiligabend für Euch zur Inspiration für Weihnachtsgeschenke mal wieder 1. von diesen feinen Biogewürzen zum selbstmischen vorschwärmen, 2. meinem Lieblingsmesser, 3. diesen feinen kaltgepressten Ölen (Ich sag nur Aprikosenkern. Weiß-Mohn. Haselnuss…), 4. dieser extrem leckeren Alternative zu Espresso oder Euch 5. die leckersten naturbelassenen Zitrusfrüchte erntefrisch von hier ans Herz (und unter den Baum) legen. Natürlich 6. das wunderbare Brühenbuch, seit dessen Ankunft stets ein grosser Topf bei mir brodelt, zum 7. das ganz und gar tolle (ich hab es gestern endlich in der Hand halten dürfen) gesunde Backbuch meiner lieben Freundin Veronika, 8. dieses wunderschön illustrierte erste Kochbuch von Apartamento, in dem Köche und Foodies nach ihren Lieblingsrezepten gefragt wurden, und 9. dieses dank der wunderbaren Frl Text entdeckte Buch mit Zeichnungen (!) von Ferran Adria. Und ganz sicher 10. diese Schallplatte einer Band, die ich viel zu spät entdeckt habe.
Das hätte ich wirklich so gerne gemacht. Allein, es kam ein Umzug dazwischen und die x-te Erkältung in diesem Jahr.

Hier aber die gute Nachricht: Ihr könnt im Buchladen Eures Vertrauens heute und morgen und evtl. sogar übermorgen noch rechtzeitig Veronikas Buch und das Brühenbuch bestellen.
Und pssst… 10.: Wer bei Coffee Circle spätestens bis Donnerstag, den 22. Dezember um 14 Uhr bestellt und bezahlt hat, darf sich noch über Kaffeepost zu Heiligabend freuen (Ihr MÜSST den Yirga Santos probieren!).

Und wer ganz spät dran ist oder lieber selbst Hand anlegt:
Für Golden Milch Liebhaber ist 11. diese güldene Mischung sicher eine super Sache, ich selbst mache gleich einen Riesenvorrat von 12. diesem aromatischen (in 10 Minuten gemachten!) Zitrussalz und kann Euch nur empfehlen, es mir gleich zu tun. So lecker!!

Und dazu 13. die neue Xmas-Playliste von Nils Frahm hören (den ich, wie so vieles bereits, bei Spürnase Stephanie entdeckte).
Gut oder?

Habt es fein & entspannt und tut Euch ganz viel Gutes.

Frohe Weihnachten!
es grüsst Euch herzlich Anni

 

*Wenn Ihr über die Amazon-Links etwas kauft bekomme ich eine kleine Provision und kaufe dann irgendwann wahrscheinlich ein oder zwei oder auch drei englische Kochbücher (weil: alles andere lieber im Buchladen) davon und freue mich sehr.

Actually, I wanted to be in good time before Christmas Eve to inspire you for Christmas gifts once again 1st with these fine bio-spices to self-mix (such fun!), 2nd my favorite knife, 3rd these fine cold-pressed oils (I say only apricot kernels, white poppy, hazelnut …) 4th this extremely delicious alternative to espresso or you could 5th place the most delicious natural citrus fruits from here under the tree. Of course 6th the wonderful healing broth book, since which arrival always a large pot is bubbling on my stove,  7th the awesome (I finally yesterday held it in my hand) healthy baking book of my dearest friend Veronika, 8th this beautifully illustrated first cookbook by Apartamento, in which cooks and foodies were asked for their favorite recipes, and 9th this book, discovered via always inspiring Frl Text, with drawings (!) by chef Ferran Adria. And certainly 10. this record of a band, which I discovered way too late.
I would have loved to, really. Alone, there was a move in between and the xtimes virus infection of this year.

But pssst… 10th: If you have ordered and paid at CoffeeCircle at the latest by Thursday, 22nd of December at 2 pm, you can still have a coffee package on Christmas eve (you MUST taste the Yirga Santos!).

And whoever is late or loves to create oneself:
For golden milk lovers is 11th this golden mixture is surely a great thing, I myself am going to make a huge stock of Number 12th this aromatic (in just 10 minutes made!) citrus salt and can only recommend to you doing the same. So delicious!!

And while doing let’s listen to 13th the new Xmas Mix by Nils Frahm, one of many inpirations I found via dear Stephanie.
Good, no?

Have it fine & relaxed and do yourself a lot of good.

Merry Christmas!***
warm wishes from Anni

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Es war also wirklich sein letztes Album.
There is a crack in everything. That’s how the light gets in.
I will miss him.

Ach 2016. Du wildes Ding.
So viel ist passiert dieses Jahr, in der weiten Welt und im Kleinen.

Mir hat das Jahr ganz neue berufliche Felder eröffnet und zum ersten Mal in meinem Leben darf ich mich hoch offiziell ausschliesslich mit dem beschäftigen, was Geschmack ausmacht, darf Köche landein und landaus treffen, um zu verstehen, wie sie denken, wirken, führen. Darf mit leidenschaftlichen ProduzentInnen sprechen und mit Wissenschaftlern und anderen Experten. Davon wird in Zukunft auch mehr hier einfliessen. Wer ganz nah dran sein möchte, folgt mir einfach auf Instagram.

Neulich entdeckte ich zum Beispiel eine Sendereihe im Bayrischen Rundfunk: sehr gefreut habe ich mich über diese beiden Bäckersjungs oder auch diese Vater-Sohn-Kombi und noch mehr kulinarisch versierte bayerische Herrschaften, die Bitter lieben, gibts hier.

Auf einer Recherchereise habe ich u.a. zwei Juwelen entdeckt. Silo ist ein Restaurant, das allein wegen seines Konzepts, durch und durch nachhaltig zu sein, einfach schon grossartig ist. Douglas McMaster zeigt mit seinem Laden, dass es geht, gar keinen (Zero!) Müll (waste) zu produzieren und noch nichtmal kompliziert ist. Alles ist logisch, macht Sinn. Verrückt ist eigentlich eher, dass das so wenig Leute machen, vor allem da sich dadurch rund 40% (!) der Kosten einsparen lassen. Also alleine deshalb schon macht es Spass dahin zu fahren und sich vom Team den 24h-Komposter zeigen zu lassen. Oder die Fässer unter der Weinzapfanlage. Aber eigentlich, eigentlich muss man wegen des Essens hin. Ich war mittags dort, und nach dem dritten Gang musste ich den Cowboy anrufen. Weil das Essen so unglaublich gut war, so simpel und auf den Punkt, so emotional, so unvergesslich und ich das mit ihm teilen musste. Und sofort Pläne machen, das nochmals gemeinsam zu erleben. Denn Gute Dinge, die sind noch schöner, wenn man sie teilen kann. Und weitersagen.

Diese sehr versteckt gelegene Bar ist für mich so ein bisschen das Londoner Gegenstück dazu. Ideell betrachtet, da auch hier zwei Macher am Werk sind, die eine besondere Haltung dem Gast gegenüber leben. Die Gastgeberschaft auf so überzeugend und wirkliche Art ausüben, das man erstaunt ist, dass es an (zu)vielen anderen Orten anders gemacht wird. Eine Karte der Hundert verschiedenen Whiskys sucht man im Merchant House vergeblich, denn beraten wird nach Geschmack. Dafür haben Lewis Hayes und Nate Brown ein eigenes Farbsystem entwickelt, um sich Geschmack und Aromen intuitiver annähern zu können. Das Team ist darin geschult, über Sensorik so zu sprechen dass der Gast genau das bekommt, was er oder sie möchte, und bestenfalls etwas Neues entdeckt. Es gibt auch Weine, exzellenten Tee und Kaffee, falls ein Gast einfach nur zum Lesen am nachmittag vorbeikommt. Und einen Member’s Club, der neben Tastings auch Drinks both ways für seine Mitglieder hat: bestellt man einen Cocktail, bekommt man die darin enthaltene Grundspirituose nochmal pur dazu. Hier zeigt ein Team, dass es ihm wirklich am Herzen liegt, seine Gäste weiter zu bilden.

Gelesen hatte ich vom Kaffee mit Kokosöl (und Butter) schon vor Jahren. Gepackt hat mich die Bulletproofwelle aber erst seit meiner Londonreise. Besonders im Winter finde ich die Wärme, die der Kaffee (für mich nur Kokosöl, ohne Butter) auf diese Weise erzeugt, morgens sehr angenehm.

Und wer auf der Suche nach einer koffeinfreien Abwechslung ist: vor kurzem bin ich Rooibus Espresso entdeckt, der in jeder Siebträgermaschine verwendet werden kann. Und muss sagen: Ziemlich fein!

Und da heute der erste Advent ist, noch ein ganz saisonaler 1a Herzenstipp. Ich bin ja, man ahnt es, leidenschaftliche Kaffeetrinkerin. Letztes Jahr habe ich diesen sensationellen Kaffeeadventskalender sehr gerne verschenkt und dadurch haben wir auch einen weiteren Alltime-Lieblingskaffee entdeckt. Leider gibts den Kalender dieses Jahr nicht und eine schöne Alternative habe ich nicht gefunden. Macht aber gar nix, denn dafür freue ich mich jetzt einfach aufs Third Wave Wichteln. Das ist eine Kaffeebohnenpost, in der man weltweit einen PartnerIn zugelost bekommt und sich dann den jeweiligen röstfrische Single Origin Lieblingskaffee schickt. Toll oder? Anmelden kann man sich noch bis zum 1.12. also schnell hin da, die Regeln und alles Wissenswerte stehen alle auf der Webseite und toll ist auch die Facebookgruppe.

Und wer lieber Wein trinkt, bitte hier entlang.

In diesem Sinne: Happy ersten (fastschonrum) Advent!

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So it was really his last album.
There is a crack in everything. That’s how the light gets in.
I will miss him.

Oh 2016. You wild thing.
So much has happened this year, in the wide world and in the small and near one.

The year has opened up new fields of work for me, and for the first time in my life, I am allowed to deal exclusively with anything tastewise, may meet with cooks to understand how they think, act, lead. May speak with passionate producers and with scientists and other experts. There will also be some of this here in the future. If you want to be closer, just follow me on Instagram.

Recently, for example, I discovered a series on the Bavarian TV station, and was very pleased about these two young bakers or this father-son-duo and even more culinary savvy bitter loving Bavarian gentlemen here.

On a recent research trip to Great Britain I discovered some jewels.
Silo is a restaurant, which is simply great because of its throughout sustainability concept. Douglas McMaster shows with his place that it is impossible to produce Zero (!) waste and is not even complicated. And it all is logical, makes so much sense. Crazy is actually rather that the so few people do this, especially since this can save about 40% of the costs. So it is fun to go there just to be shown by the team the 24h composter. Or the barrels under the wine tapping system. But actually, actually you have to go because of the food. I was there at lunch, and after the third course I had to call my man. Because the food was so incredibly good, so simple yet to the point, so emotional, so memorable and I had to share it with him. And immediately had to make plans to experience this together next time. For good things are more beautiful, if one can share them.

This very hidden bar is for me a bit the London counterpart. Considered the attitude, since here are also two makers at work, which live a special attitude to the guest. A hospitality in such convincing and real way, one is astonished, that it’s not done alike in (too) many other places. A menu of the hundreds of different whiskies in the Merchant House one will not find, as advice is given to taste. For this, Lewis Hayes and Nate Brown have developed their own color system in order to approach taste and flavor more intuitively. The team is trained to talk about the sensory so that the guest gets exactly what he or she wants, and at best discovers something new. There are also wines, excellent tea and coffee, if a guest simply come in the afternoon to read a book. And a member’s club, which besides tasting also offers drinks both ways: if you order a cocktail, you get the basic spirit aside. Here, a team shows how important they take to educate their guests.

I had read of coffee with coconut oil (and butter) years ago. But only when I’d been to London the Bulletproof wave got me. Especially in the winter morning I find the energy warmth that the coffee produces this way (for me just coconut oil), very pleasant.

And if you are looking for a caffeine-free alternative: recently I discovered Rooibus Espresso, which can be used in any portafilter espresso machine. And I must say: Pretty nice!

So since today is the first advent, here is a quite seasonal 1a heartful tip. I am, as you might know by now, a passionate coffee-drinker. Last year I gladly gave away this amazing coffee advent calendar as a gift and hereby we also discovered another Alltime favorite coffee bean. Unfortunately, they don’t do the calendar this year and I couldn’t find a nice alternative. That does not matter though, because I’m now looking forward to the Third Wave Wichteln. This is a coffee beans mailing, in which one gets a partner worldwide and then sends his or her freshly roasted Single Origin favorite coffee beans. Great right? You can register until dec 1st. So jump over, the rules and everything worth knowing are here. And the Facebook group is great, too.

And if you prefer wine, please come along here.

Happy first (stillalittlebit) Advent!

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Es ist Sonntag und ich höre das neue Album von Leonard Cohen, der mit 82 Jahren nochmal einen drauf legt. Beeindruckend, in diesem Alter noch so am Puls der Kreation zu schwingen, und inspirierend sowieso, und beruhigend zu wissen, dass das geht. Mehr über sein bewegtes Leben und auch über das Ringen um einen guten Song und was ihn mit Bob Dylan verbindet, ist hier nachzulesen. Hörenswert ist auch dieses Gespräch mit Adam Cohen, der nicht nur sein Sohn ist sondern auch das neue Album produziert hat.

Ein weiterer Grand Seigneur kommt in einem österreichischen Magazin für Essens- und Trinkkultur zu Wort, das zu meinen jüngsten Entdeckungen gehört. Einer, der die deutsche Barkultur wie kein anderer geprägt hat und im Portrait seine Gedanken zur Entwicklung der Gastronomie, dem Kochen und dem, was guten Geschmack ausmacht, teilt. Lieblingszitat (eines Zitats): „Weniger ist bei uns mehr, das stimmt schon. Aber zu wenig ist einfach zu wenig.“ Er steht für modisches Stilbewusstsein und eine ausgeprägte Haltung. Im Rahmen des Berliner Bar Convents habe ich ihn zum ersten Mal live getroffen und kann sagen: das alles stimmt und liebenswürdig ist er auch noch.

Seit Wochen immer wieder auf meinem Herd blubbert ein Mitbringsel aus unserem Urlaub in den Schweizer Bergen. Ursprünglich vor allem wegen der schönen Verpackung gekauft stellte sich die Bramata Grischuna als ungleich aromatischer heraus als die mir bekannte Polenta. Dies liegt vor allem an der groben und unregelmäßigen Mahlung der Maiskörner. Zur Inspiration ein Rezept, das gleich zu meinem zweiten Zeitschriftentipp überleitet, welches aus der Feder eines jungen und wissenshungrigen Teams aus Zürich stammt.

Ganz bezaubernd fand ich im Graubünden (ganz zu schweigen von der Aussicht) auch die unzähligen kleinen Hoflädchen, die in allen Dörfern anzutreffen sind und in denen man sich rund um die Uhr aus Kühlschränken und Tiefkühlern gegen Barkasse bedienen darf. In unserem Dorf gabs gleich vier verschiedene!
(Verzehrbare) Mitbringsel aus der Fremde sind für mich wie das Salz in der Suppe und so wanderten in unsere Koffer neben Bramata, Käse und Engadiner Nusstorte aus den Hoflädchen auch Heilmittel wie diese wärmende Salbe und dieser immunstärkende Tee.

Und wer gerne speisend mit dem Zug reist dem sei dieser hier zwischen Chur und St.Moritz sehr ans Herz gelegt. Zeitreise deluxe. Und feinen Wein gibts auch noch.

Und noch eine Lektüre- oder auch Bilderbuchempfehlung, denn wirklich zuhause nachkochen lassen sich die meisten Gerichte eher nicht. Aber es spricht eine aussergewöhnliche Liebe zum Geschmack, der Natur und dem Essen aus den Rezepten des noch wahrlich jungen Kochs, Harald Irka.

Enden möchte ich diese etwas berglastige Oktoberliste mit einem weiteren Schumann-Zitat, das so wunderbar auf den Punkt bringt, wieso es solche und solche Gastronomie gibt, und was die eine von der anderen unterscheidet:  „Manchmal sind wir supergut, aber wir sind nie ganz schlecht. Und das ist der Punkt.“

In diesem Sinne. Habt einen superguten Sonntag!

 

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It is Sunday and I’m listening to the new album of Leonard Cohen, who ups the ante with 82 years. I find it impressive, at this age to be still so at the pulse of the creation, and inspiring anyway, and somehow gently reassuring to know that it is possible. For more about his moving life and also about the struggle for a good song and what connects him with Bob Dylan, read on here. Also worth listening to is this conversation with Adam Cohen, who is not only his son, but has also produced the new album.

Another Grand Seigneur is being featured in an Austrian magazine for food and drink culture (try google translate), which is one of my recent discoveries. One who has shaped the German bar culture like no other and shares his thoughts on the development of gastronomy, cooking and good taste. Favorite quote (of a quotation): “Less is more with us, that’s right. But too little is just too little.” He stands for style-consciousness and a clear attitude. As part of the Berlin Bar Convent, I met him for the first time and can say that everything is right, and he’s very kind on top of it.

For weeks now has been bubbling on my stove a souvenir from our holiday in the Swiss mountains. Originally bought mainly because of the beautiful packaging, the Bramata Grischuna turned out to be much more aromatic than the polenta known to me. This is mainly due to the coarse and irregular grinding of the corn kernels. For inspiration here a recipe, which leads to my second magazine tip, that comes from the pen of a young and knowledgeable team from Zurich.

Especially charming in the Graubünden region (not to mention the view), I found the charming little farm shops, which can be found in all the villages, where around the clock there is all the farm goodness self-served from refrigerators and freezers. In our village there were four different ones!
To me souevnirs from foreign places (for the most part consumable) is like salt in the soup, and so next to Bramata, cheese and Engadin Nut Torte from the farm shops also this warming ointment and this immersive tea went in our suitcases.

And if you like to travel by train, this is the one to take between Chur and St.Moritz. Time trip deluxe. And fine wine is being served, too.

Another Austrian-German reading or even picture book recommendation, because really there can not so much be cooked of the dishes because the products are so regional. The design is pretty spectacular though. And there is an extraordinary love of taste, nature and eating that comes from the recipes of the still very young chef, Harald Irka.

I would like to end this truly mountain loving october list with another Schumann quotation, which is so wonderful to the point, why there are such and such gastronomy places, and what distinguishes the one from the other: “Sometimes we are super fine, but we are never very bad. And that is the point.”

Have a super fine sunday!

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Schon wieder zwei Wochen vorbei ist der längste Tag des Jahres, die Sommersonnenwende. Was habe ich diesen Tag, wie auch ihr winterliches Pendant, als Kind geliebt. Die Fabelgeschichten und das magisch lange Licht, im Norden noch spürbarer als im Süden.
Zeit, zurückzublicken auf die letzten Wochen und die Dinge aufzuschreiben, die gut waren und sind. Ganz schön viel passiert.

Zum Beispiel die vielen, wunderbaren Workshops, die ich anlässlich der Food Blog Days gemeinsam mit meiner liebsten Companeuse Sandy bereits in fünf verschiedenen Städten gegeben habe, 15 an der Zahl. Da sind eine Menge an schönen Erlebnissen zusammen gekommen, unzählige inspirierende Gespräche über das, was manchmal gar nicht so leicht fällt im Alltag. Sich Gutes tun, aufmerksam für sich selbst sein und heraus finden, wie jeder Tag von ‚mehr Herz und Bauch’ geleitet werden kann.

Festgestellt, mal wieder, das ‚sich-Gutes-tun’ für mich gleich bedeutend ist mit ‚Gutes zu Essen in wunderbarer Gesellschaft’. So einfach, eigentlich. Auf diese Weise mit Sandy in Vorbereitung auf die Workshopwochenenden mehrfach sehr gut gespeist, sogar einmal im Zugabteil. Und deshalb möchte ich Euch aus vielerlei Gründen empfehlen:

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