10 gute Dinge

{Dieser Beitrag enthält unbeaufragte Werbung für gute Dinge.}

Lange Zeit war es hier still, in Resonanz zur plötzlichen Langsamkeit der Welt. Im Innern war dafür Zeit, eniges neu zu entdecken, anderes umzusortieren, und manches zu verlangsamen. Für Euch habe ich ein paar dieser guten Dinge aufgelistet.

1) Gefühlt gibt es immer mehr Newsletter am Kommunikationshorizont. Doch es sind nur ganz wenige, die ich wiederholt lese und geradezu sammele, weil sie soviel wertvollen Mehrwert schenken: Der Newsletter von Feng-Shui-Beraterin Susanne Berkenkopf ist so einer. Sie bietet Coaching für Mensch & Raum und chinesische Astrologie an und schreibt auf so anregende und feinfühlige Art über die größeren Zusammenhänge von Bauen, Wohnen und Leben, im Innen wie im Außen. /// Der zweite Newsletter, den ich all meinen Freundinnen empfehle, ist von Dr. Dorothee Struck, einer Gynäkologin aus Kiel. Sie informiert regelmäßig gutgelaunt zu spezifischen Themen rund um Frauengesundheit – ob Kinderwunsch, hormonfreie Verhütung, Beckenboden oder Thrombose und hat immer grossartige Buchtipps oder andere Empfehlungen. Dazu gibt sie auch tolle Webinare! /// Der dritte Newsletter kommt von der Pilates- und Yogalehrerin Eva Schwaighofer, die hinter dem Blog Individualisten steckt (der Tipp zu ihrem auch sehr tollen Instagram-Kanal kam von meiner Freundin Veronika), und ganz neu im Newsletter Impulse zu Bewegung im Alltag teilt, zum Beispiel zur Mobilität der Füße oder dem Beckenboden.

2) Beautiful you. Dass ich Gua Sha liebe, darüber habe ich hier bereits geschrieben. Irgendwann Anfang diesen Jahres entdeckte ich diesen Kurs von Angela Chambers und war sofort hin & weg von ihrer tiefenentspannten Präsenz, ihrer wohltuenden Stimme und der Verbindung von Ätherischen Ölen und TCM. Seitdem mache ich ihre Gesichtsmassage fast jeden Abend. Es gibt im Kurs auch eine Variante ohne Stein, die ich sogar noch intensiver finde. Einfach nur die warmen Finger auf dem gut geölten Gesicht, entlang an Energieleitbahnen und Akupressurpunkten, eine Wohltat! Die Selbstmassage hat eine ganz eigene Kraft, danach fühle ich mich jedes Mal wie neu zusammen gesetzt. Und dass unsere Hände Heilkräfte haben, das wussten bereits unsere Vorfahren.

3) Apropos heilende Kräfte der Selbstmassage – die ist ja auch ein fester Bestandteil im Ayurveda, das ich seit meiner Kur sehr schätze. Ganz neu entdeckt habe ich die Kurzform als Aroma-Fußmassage und wende sie mit Vetiveröl wirklich jeden Abend an, selbst wenn es nur zwei Minuten sind. Vetiver ist ein zutiefst beruhigendes (manche sagen sedierendes) Öl, das erdet und beruhigt. Es kommt oft in Schlafmischungen zum Einsatz, da es das Nervensystem entspannt und einen ins „hier-und-jetzt“ bringt.

/// Für die Massage ein wenig Körperöl (Mandelöl, Jojobaöl, Traubenkernöl, Sesamöl, Sonnenblumenöl…) in die Handfläche geben und 1 Tropfen ätherisches Vetiveröl guter Qualität dazugeben (Achtung, Vetiver ist sehr potent. Wirklich nur einen Tropfen nehmen. Da es sehr zähflüssig ist, empfehle ich zur leichteren Entnahme eine Schraubpipette). Die Mischung auf die (frischegwaschenen) Füße geben und abwechselnd die Unterseiten und Oberseiten der Füße sehr langsam und mit viel Druck massieren. Besonders rund um den Knöchel und am oberen Vorderfuß Richtung Zehen sitzen oft ziemliche Verspannungen. Solange massieren, wie es sich gut anfühlt. Die Massage auf dem Akupressurpunkt KD1, der „Sprudelnde Quelle“, in der unteren Mitte des Ballens, abschließen (Achtung, nicht in der Schwangerschaft). Dafür den Punkt für ca. 30 Sekunden leicht halten oder kreisende Bewegungen machen. KD1 wirkt stark entspannend und regulierend, er beruhigt und klärt den Geist, sorgt für emotionalen Ausgleich (auch gut bei Kopfschmerzen oder Schwindel).
Wenn ich ganz schnell ins Bett will, verstreiche ich das Öl nur zügig auf den Füßen und halte dann für jeweils 30 Sekunden diesen Punkt.///

Extratipp für heiße Sommernächte: statt Vetiver einen Tropfen Pfefferminze nehmen. Kühlt und erfrischt geschwollene Füße wunderbar.

5) Die besten Eiswürfel. Das Einfüllen in die Formen ist ein wenig tricky, aber das Ergebnis supergut. Kein Negroni, kein Minzwasser, kein Cold Brew mehr ohne diese Rieseneiskugeln. Auch wenn das richtig heiße Sommerwetter bereits vorbei ist kommen ja vielleicht noch ein paar spätsommerliche Tage, an denen sich ein Eiswürfel im Drink gut macht. (Psst: Und, in drei einhalb Monaten ist bereits Weihnachten).

4) Dieser Instagram Account. Wow. Einfach nur wow.

6) Es gibt Teekräuter, die kann man im Supermarkt kaufen, und es gibt Balsamstrauch, im Sommer auf dem Balkon zu halten und im Winter als Topfpflanze. Und einfach der aller-aller-beste Kräutertee. Gleich nach Anis-Ysop und Australischem Zitronenblatt.

7) Diese Salsa! So einfach und schnell gemacht, so gut. So Sommer. Auch im Spätsommer.

8) Meine Neuentdeckung: das Wonderfood Natto. Natto ist ein traditionelles japanisches Lebensmittel aus fermentierten Sojabohnen und eine seltene natürliche Quelle für das Vitamin K2-MK7 (das wir brauchen, um Calcium im Körper einbauen zu können). Angeblich gehört es zu den stinkendsten Fermenten, die es gibt. Ich finde, es müffelt schon, aber mit etwas Senf und Sojasauce verrührt (so habe ich es gerade von einer Fachfrau gelernt) ist es ziemlich köstlich. So werden die skurrilen Fäden, die es zieht, auch etwas weniger. Und tatsächlich macht es nach kurzer Zeit etwas süchtig. Ich bestelle es hier und friere es dann portionsweise ein.

9) Über „The Best American Food Writing“ freue ich mich jedes Jahr. Dieses Jahr besonders, denn die großartige Samin Nosrat (die Frau hinter dem tollen Buch Salz, Fett, Säure, Hitze und der gleichnamigen Netflix-Serie) hat tolle Essays und Reportagen zu den aktuellen Fragen der Zeit zusammen gestellt. Gänsehaut hatte ich bei der detailreichen Story über den US-amerikanischen Multi-Mandelbauer, der einen Großteil des Weltmarkts mit seinen kalifornischen Mandeln beliefert und für die Bewässerung seiner Felder das Grundwasser der Nachbarbundesländer anzapft. Und nicht nur das.

10) Das Jungfernhäutchen gibt es nicht. Einfach alles (!) daran ist umwerfend toll. Wahnsinnig schön illustriert, gestaltet, in Sonderfarben gedruckt, fadenknotengeheftet. Und eine Herzensempfehlung, nicht nur weil meine Schwester Co-Herausgeberin ist, und mein Vater alle Hefte per Hand verschickt (nachdem er das gefaltete Poster beigelegt hat). Sondern weil dieses Heft ein Lese-Muß für jede Frau und jeden Mann ist, quasi Aufklärung at its best oder, wie es der Maroverlag schreibt: „ein breitbeinig formuliertes und wild, schön und böse illustriertes Pamphlet zur Abschaffung eines Mythos“. Yes!

11) Dazu passt noch ein Bonus-Herztipp: Perioden Panties von ooia. Die Höschen sind funktional, formschön und bequem. Ich habe unzwischen verschiedene und liebe sie! Ein integriertes Membransystem mit Merinowolle und bakterienhemmendem Silberchlorid sorgen dafür, dass nichts ausläuft und alles trocken und angenehm bleibt. Und auf dem Instagram-Kanal betreiben die Gründerinnen nicht nur Aufklärung, sondern geben auch einen regelmäßigen Blick hinter die Kulissen des tollen Frauen-Startups.

Verlinkungen: unter den Links sind Amazon Affiliate-Links. Wenn ihr etwas darüber kauft, bekomme ich eine Miniprovision und kaufe mir davon sehr wahrscheinlich ein neues Kochbuch im Buchladen um die Ecke.

3 comments
  1. Lisa says: September 14, 202010:36 am

    Ach, wie wunderbar, ENDLICH mal wieder ein Posting! Ich mag dein Themenspektrum aus speziellen Küchenthemen, Gesundheit und was noch so am Wegesrand positiv auffällt, so sehr!! Was für inspirierender Input an Links heute wieder, ich würde mich soooo über häufigere Posts freuen!

    • Anni says: September 14, 202010:43 am

      Liebe Lisa, lieben Dank für deine Rückmeldung! Das freut mich von Herzen. Und ich nehm dein Feedback gerne zum Anlass, hier wieder mehr zu schreiben. Ganz liebe Grüße!***

  2. Katja says: September 15, 20204:05 pm

    Ach Anni.

    Ich mag sie so, deine Sammlungen. Immer wird alles abgeklickt und so Manches notiert.

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