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sisterMAG 1aKItchenRezepte beim Kochen entwickeln ist so etwas ähnliches wie ein Musikstück schreiben, nur dass es kein zurück gibt. Ton um Ton paaren sich Aromen zu einer Melodie, entdeckt man eine feine Kombination durch hinzufügen, lernt man Neues durch Ausprobieren.

Ist der Versuch dann geglückt, gibt es nichts schöneres als das gemeinsame Essen. Noch schöner ist allerdings, mit der Freundin (oder gleich zweien!) zusammen zu werkeln, sich gegenseitig zu inspirieren und dazwischen ein Schlückchen Aperitif zu schlürfen oder einen gediegenen Champagner, wie ich es gerade mit meiner liebsten Freundin Sandy getan habe.

Es war an diesen richtig heißen Tagen in diesem Sommer, und so kam uns das Experimentieren mit kühlem Frischkäse, Quark und Kefir für das wunderbare sisterMAG* gerade recht. In der Jubiläumsausgabe Nummer 20 findet Ihr unsere Strecke auf rund 15 Doppelseiten – passend zum Heftthema ‚Fäden – Verbindungen – Gewebe’ haben wir uns mit der Fermentation von Milch und Milchalternativen befasst, wenn aus Proteinketten mithilfe von Bakterien neue Verbindungen entstehen. Ein Interview mit einer Käse-Fachfrau (natürlich aus Fronkreisch) gibt’s obendrauf.

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Schweizer Bürli 1aKitchen

 

Manche Zeiten im Leben sind ein wenig lauter und ungemütlicher als andere.
Gerade ist so eine Zeit. Ungemütlich und ungeplant fordernd.

Ganz anders dagegen, nämlich unglaublich lecker, unkompliziert und unaufgeregt wunderbar sind diese Schweizer Bürli. Eine reine Wohltat nach schlaflosen Nächten, ein duftend-feines Morgenritual am Sonntag, oder einfach so, weil noch Mehl da ist und Hefe, und weil sie so einfach gehen. Ein Rezept, das ungelogen zwischen Espressomaschine vorheizen und aus der Dusche springen dafür sorgt, dass ein fantastischer Brötchenduft durch Eure Räume zieht. Das Geheimnis liegt im Teig, der am Vorabend schnell zusammengeknetet wird und dann über Nacht im Kühlschrank aufgeht. Echt wahr! Man sollte glauben, das funktioniert nicht, aber dieses ist wirklich das ultimative‚ ‚ich-kann-eigentlich-gar-nicht-Brot-backen’-Brötchenrezept.
Sonntagsschrippen für Dummies ohne Hefedaumen, quasi. Und wer das Glück hat, gar eine Zaubermaschine wie einen Thermomix sein eigen zu nennen, darf mit Recht behaupten die Zubereitung in 3 Minuten zu erledigen. Alle andren müssen auf 5 erhöhen plus etwas Zeit, um die Knetteigrührer wieder sauber zu schrubben und die Waage zurückzustellen.

 

Schweizer Bürli 1aKitchen

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Zitrussalz Kurkuma Turmeric Citrus Salt

Unübersehbar sind wir mitten in der Zitrussaison. Wer sich beeilt, kann noch ein paar der besonderen Cedri bestellen, um beispielsweise einen Salat mit Pinienkernen und Minze davon zu zaubern. Solange ich zurück denken kann, gehören die frischen Aromen von Zitrusfrüchten für mich zu den schönsten überhaupt. Kein Wunder, verkünden sie doch gerade am Übergang vom kalten Winter zu einem zarten Frühling von sonnenverwöhnten Zitrushängen in südlicheren Gefilden. Und wusstet Ihr, dass die gelbe Farbe der Zitronen nur dem nächtlichen Frost zu verdanken ist, und nichts mit der Reife zu tun hat?

Wer dieses Blog schon länger verfolgt weiß, dass ich gutem Salz verfallen bin. In unserem Haus wird gewöhnliches raffiniertes (Jod)salz wirklich nur zum Putzen eingesetzt, oder für die Kälteisolation der Eismaschine. Natürliches Salz dagegen findet sich bei uns in der Küche und auf dem Esstisch gleich vielfach in kleinen Dosen und Schälchen, ob Quellsalz, das leicht blaue Persiensalz, süß-salziges Atlassalz, ganz neu das aufregend-schwarze Hawaiisalz oder das wunderbare lachsfarbene Murray River Fingersalz. Alle diese Salze sind von ganz unterschiedlicher Farbe, Kristallstruktur und Geschmack.

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Drei Kochlöffel Stullenliebe

 

‚Wie wär´s mit Stullen – also das, was drauf kommt auf die Stulle?’ fragte Veronika, als wir das neue Kochlöffelthema festlegten. Und rannte damit offene Türen bei uns ein.
Denn mal ehrlich, wessen Herzen schlagen nicht für Brot mit Belag?
Und das ganz gleich ob für die Lunchbox, eine schnelle Schnitte zwischendurch oder, wie meine amerikanischen Freunde sagen würden, für classy ‚German Abendbrot’. Das darf auch mal nur gute Butter sein.
Schön ist aber auch eine kleine Abwechslung auf dem Küchentisch, und deshalb ist Stullenliebe homemade damit unser Thema für das erste Treffen in diesem Jahr.

Dieses Mal hatte ich die Ehre, den örtlichen Rahmen für unsere Aktion zu schaffen. Auch mehrmalige Hinweise auf die räumlichen Herausforderungen meiner Miniaturküche und die Abwesenheit eines (echten) Ofens (ja, wirklich. Mein Ofen ist eigentlich eher ein verunglückter Toaster.) konnte meine Lieblingsaktivistinnen Julietta und Veronika nicht abhalten. ‚Ofen brauchen wir nich!‘ riefen sie und fielen mit Zutaten, Kameras und Sekt bewaffnet bei mir ein.

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Life changing bread

 

Sonntag ist Brotbacktag.
Oft Brötchen, manchmal dekadentes wie Croissants (ein wahres vierundzwanzigstundenprodukt – aber welch ein Geschmack!), und schon seit langem immer wieder ein Brot ganz ohne Mehl.

Hinein kommen Saaten, Nüsse, Flocken, Flohsamenschalen, Kokosöl, Salz und wer mag, Superfoods wie Chia. Es ist ein ungewöhnlich dichtes, proteinreiches leckeres Brot, von Natur aus vegan und glutenfrei abwandelbar. Die Nüsse geben diesem nährstoffreichen Brot seinen besonderen Kick, denn irgendwie ist doch jedes Nussbrot ein gutes Brot.
Doch das allerbeste kommt noch: es ist in siebeneinhalb Minuten angerührt! Kein Scherz. Es ist ein Brot für Nichtbrotbäcker – ohne Mehlattacke in der Küche und klebrige Hände. Die Zutaten werden einfach direkt in der Backform mit Wasser vermischt und müssen mindestens 2 Stunden einweichen, besser über Nacht. Dann wird das Brot ganz normal gebacken und muss vor dem ersten Anschneiden möglichst ganz abkühlen (hardest part!).

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